Hintergrund

Boomtown Hamburg: Personal händeringend gesucht

Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter nimmt spürbar zu. Deshalb wird es für Unternehmen zunehmend wichtiger, als attraktiver Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen. Vor diesem Hintergrund küren Prof. Werner Sarges von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung gemeinsam mit den Medienpartnern Hamburger Abendblatt, JCDecaux und alsterradio 106,8 bereits zum zehnten Mal in Folge „Hamburgs beste Arbeitgeber“.
Die Teilnehmer profitieren dabei zweifach: Die Top-Platzierten erhalten das Gütesiegel „Hamburgs beste Arbeitgeber“. Damit können die Unternehmen bei Bewerbern, eigenen Mitarbeitern und Kunden punkten. Zudem liefert die wissenschaftliche Rückmeldung wertvolle Hinweise zur Verbesserung der eigenen Personalarbeit.

Qualifizierte Fachkräfte in Norddeutschland werden hart umworben
Hamburg ist noch immer die Großstadt mit der geringsten Bewerberzahl je freien Arbeitsplatz. Der Mangel an geeigneten Bewerbern zeigt sich in nahezu allen Branchen. Die große Nachfrage nach Spezialisten resultiert neben den demografischen Entwicklungen insbesondere daraus, dass sich bestimmte Sektoren zu regelrechten Boom-Branchen entwickeln. Unverändert hoch ist dabei der Bedarf an Ingenieuren und IT-Fachleuten sowie in den kaufmännischen Berufen. Der Ausbau umweltfreundlicher Energien führt darüber hinaus zu einer steigenden Nachfrage an spezialisierten Mitarbeitern in den technischen Berufen und aus dem Handwerk. Da sich die Hansestadt hier zunehmend als präferierter Standort herauskristallisiert, heizt dies den Wettbewerb um geeignete Bewerber weiter an. Zudem klagen Betreiber von Pflegeeinrichtungen und -diensten über einen derzeit drohenden Kollaps, da etwa 700 offene Stellen unbesetzt seien – Tendenz steigend.

Gütesiegel verschafft Aufmerksamkeit und Vertrauensvorsprung

Die topplatzierten Unternehmen des Wettbewerbs werden als „Hamburgs beste Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Das imageträchtige Siegel hat somit ein ganzes Jahr lang Aktualität und kann aktiv für eigene PR- und Werbemaßnahmen eingesetzt werden. So gelingt es, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und sich von anderen Wettbewerbern positiv abzuheben.

Das steigert nachweislich die Erfolge bei der Personalrekrutierung und sichert eine dauerhaft hohe Bewerberqualität. Denn bei der Entscheidung für einen neuen Job ist stets eine gewisse Unsicherheit vorhanden. Das Siegel „Hamburgs beste Arbeitgeber“ dient Bewerbern als Orientierung. Es verleiht Sicherheit und signalisiert eine herausragende Arbeitgeberqualität. Dabei ist vor allem der regionale Fokus entscheidend. Denn weit mehr als zwei Drittel der neuen Mitarbeiter kommen aus dem regionalen Umfeld des Unternehmens.

Wissenschaftliches Feedback sichert Qualität des Personalmanagements

Jedes teilnehmende Unternehmen erhält im Rahmen des Wettbewerbs einen wissenschaftlichen Benchmark-Report, der die eigene Arbeitgeberqualität im Vergleich zu anderen aufzeigt. Zudem können auf Basis der Management- und Mitarbeiterbefragung individuelle Analysen erstellt werden. Daraus lassen sich wertvolle Hinweise ableiten. Etwa, wo es in der eigenen Personalarbeit noch Verbesserungspotenziale gibt und welche Stellschrauben eine nachhaltige Personalentwicklung sichern.

Bester Arbeitgeber – mit wissenschaftlicher Grundlage

Dem Wettbewerb „Hamburgs beste Arbeitgeber“ liegt ein seit vielen Jahren wissenschaftlich etabliertes Modell zu Grunde. Prof. Werner Sarges von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg hat es weiterentwickelt und an die Anforderungen des Wettbewerbs angepasst. Die wissenschaftliche Untersuchung basiert dabei auf der Befragung von Führungskräften und Mitarbeitern. Neben Fragen aus dem renommierten EFQM-Modell, das als Qualitätsmanagement-System von der European Foundation for Quality Management (EFQM) entwickelt wurde, kommt ein bewährter Studienansatz zur Anwendung: Dabei wird das Unternehmen als Persönlichkeit betrachtet. Anhand verschiedener Eigenschaftswörter beschreiben die Mitarbeiter und das Management die eigene Firma. Das fällt relativ leicht und hält den Aufwand für die Befragung vergleichsweise gering. Dennoch können mit diesem methodischen Ansatz komplexe Strukturen innerhalb der Firma eingefangen und abgebildet werden. Konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukünftige Personalentwicklung werden dabei sichtbar. Denn der Wettbewerb bewertet, wie Unternehmen heute in ihrer Personalarbeit aufgestellt sind und wie der Betrieb personell für die zukünftige Entwicklung gerüstet ist.

Die besten Arbeitgeber werden prämiert

Aus den wissenschaftlich basierten Ergebnissen ergeben sich die besten Arbeitgeber aus der Metropolregion Hamburg. Die topplatzierten Unternehmen werden mit dem Gütesiegel „Hamburgs beste Arbeitgeber“ mit drei, vier oder fünf Sternen prämiert. Darüber hinaus gibt es diverse Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen. Teilnehmen können Unternehmen aller Branchen und Größen aus der Metropolregion Hamburg. Unternehmen, die nicht zu den Top-Unternehmen gehören, bleiben anonym.